29.11.09         Newcomerturnier in Öhringen

Seit Eröffnung des Fightclub Freiburg am 01.08.2008 sind gerade einmal 4 Monate vergangen und der erste Schüler macht sich auf seinen Weg zur ersten Turnierteilnahme im Kickboxen.
Philipp Haarburger, 13 Jahre alt, muss sich am frühen Vormittag an der Trainingshalle in Freiburg-Merzhausen einfinden, um nach knapp zwei Stunden Fahrtzeit mit seinem Trainer Sven Schemmer rechtzeitig zur Registration und zum Wiegen in der Sporthalle in Öhringen anwesend zu sein.
Das Gewicht stimmt, die Anmeldung ist erledigt und nun heißt es, sich mit der Atmosphäre des ersten Wettkampfes vertraut zu machen. Genau werden die Kampfflächen in Augenschein genommen, die spätere Wettkampffläche wird aufgesucht. Anwesende Sportler werden auf ihr Gewicht hin taxiert und die ersten Überlegungen kommen auf, ob dieser oder jener Sportler ein späterer Mitkämpfer in der eigenen Gewichtsklasse sein kann.
Auch die Verkaufsstände für Kampfsportartikel finden seine Beachtung und die erste Trophäe wird erworben: ein gelbfarbenes T-Shirt mit dem Verbandslogo der WKA.
Nachdem nun auf den ersten Kampfflächen der Turnierbetrieb aufgenommen wird, steigt die Anspannung. Die Schutzausrüstung wird zu Recht gelegt und die Wettkampfbekleidung angezogen. Das Aufwärmen beginnt. Nach einigen Minuten wird durch den Kampfrichter der Start seiner Gewichtsklasse in 10 Minuten ausgerufen.
Fertig gerichtet geht es dann mit dem Trainer zur ausgeschrieben Kampffläche. Der Kampfrichter prüft die Schutzausrüstung der beiden Kämpfer, ruft sie in die Mitte der Kampffläche und weißt noch einmal darauf hin, dass es sich um einen Leichtkontakt-Kampf handelt. Auf Kommando des Kampfrichters treten beide Kämpfer einen Schritt zurück und das Kommando „Fight“ startet den Kampf.
Die ersten Kombinationen werden von den Sportlern abgefeuert, treffen und verfehlen ihre Ziele zu gleichen Teilen. Anspannung, Konzentration und Nervosität treffen aufeinander und führen dazu, dass so viel im Training Erlerntes nicht wie geplant umgesetzt werden kann. Dessen unbeeindruckt bemühen sich beide Kämpfer darum, den 2 Minuten dauernden Kampf für sich zu entscheiden. Der feste Vorsatz, den Gegner auch treffen zu wollen spornt derart an, dass Verteidigungshandlungen nicht ausreichend durchgeführt werden und das Meiden der Angriffe fast gänzlich außer Acht gelassen wird.
Nach schweißtreibenden zwei Minuten ist der Kampf beendet. Die Sportler werden in die Mitte der Kampffläche seitlich zum Kampfrichter beordert und auf seinen Ausruf „Wertung“ hin zeigen Punkt- und Kampfrichter auf die jeweilige Siegerseite, blau oder rot.
Trotz guter Aktionen und einer großen Portion Mutes reicht es Philipp in seinem ersten Kampf nicht zum erhofften Sieg.
Für diesen Tag soll es jedoch nicht der letzte Start gewesen sein, schließlich wird der 3. Platz ausgekämpft und hier erhält Philipp eine weitere Chance auf seinen ersten gewonnenen Kampf.
Vom Ehrgeiz gepackt wird die Pause bis zum nächsten Start zur Erholung genutzt und die weiteren Kämpfe in seiner Gewichtsklasse werden genauestens beobachtet.
Ein weiteres Mal wird sein Name aufgerufen. Wieder startet das Procedere von vorne: kurzer Check der Schutzausrüstung, Kontrolle ob der Mundschutz vorhanden ist, Anweisung durch den Kampfrichter und das Kommando „Fight“ starten ein weiteres Mal seinen Kampf.
Man bemerkt deutlich, dass die Anspannung etwas gesunken ist. Philipp bewegt sich geschickter, nutzt den Raum der Kampffläche aus und beginnt nun seine Verteidigungen besser einzusetzen. Treffer werden gesetzt und die Distanz wieder gesucht. Das Ergebnis nach 2 Minuten ist klar: Philipp hat seinen ersten Sieg errungen.
Bei der anschließenden Siegerehrung kann Philipp seinen Pokal zum 3. Platz entgegen nehmen und ihn stolz seiner Mutter präsentieren, die während des gesamten Turniers seine Kämpfe mit Argusaugen verfolgte.
Zuhause im Fightclub kann Philipp zwei Tage später seine Trophäe präsentieren und wird verdient von seinen Trainingskameraden mit Beifall und Lob für seine Leistung beglückwünscht.